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3 Trends für Legal Tech im Jahr 2030 (2/3)

Wie könnte Legal Tech 2030 aussehen? Welche Themen werden bewegen? Was wird endlich umgesetzt sein? Natürlich haben wir keine Zeitmaschine, aber einige Trends lassen sich ableiten. Hier sind 3 weitere Legal Tech Trends für das Jahr 2030.

Die voranschreitenden Entwicklungen im Legal Tech bleiben nicht ohne Folgen: Hier stellen wir drei weitere Trends für Legal Tech, die bis zum Jahr 2030 zu erwarten sind, vor. Die ersten fünf Trends können Sie hier nachlesen.

2030…
…ist für die kreativsten Köpfe aus den Juristischen Fakultäten die Gründung eines Legal-Tech-Start-ups attraktiver als die Arbeit in einer Großkanzlei.

High-Potential wird 2030 nicht mehr mit juristischer Exzellenz, sondern mit Kreativität, IT-Kompetenz und Initiative beschrieben. Was folgt daraus? Die traditionellen Kanzleien mit ihren traditionellen Beratungsansätzen sind nicht mehr die erste Wahl der Bewerber*innen. Sie wollen mehr: größere Freiheit, bessere Entwicklungsmöglichkeiten und ein vielfältigeres Betätigungsfeld. Ein erstes Anzeichen dafür ist die Spitze des deutschen Tech-Start-ups Bryter, die aus ehemaligen Associates von Großkanzleien besteht.

…entwickeln Rechtsabteilungen und Kanzleien gemeinsam technische und rechtliche Lösungen mittels Plattformen.

Gemeinsame Räume zum Austausch wurden schon länger vorgeschlagen, ganz durchgesetzt haben sie sich dennoch nicht. Am meisten Erfolg hatte die US-Plattform „Legal on Ramp“, die Kanzleien und Mandant*innen virtuell verbindet. Revitalisiert wird dieser Gedanke vor allem durch die für Kanzleien und Unternehmen anstehenden Legal-Operations-Aufgaben. Ein Indiz für diese Entwicklung ist etwa die Öffnung der Legal-Operations-Vereinigung CLOC gegenüber Kanzleien. Praktisch ist die Zusammenarbeit vor allem dann, wenn Kanzleien ihre Tech-Angebote und Serviceleistungen gemeinsam mit ihren Mandant*innen aufbauen. Denn sobald sich die Mandant*innen aktiv einbringen, können sie sicherstellen, dass sie das bekommen, was sich auch möchten. Allerdings handelt es sich derzeit noch oft um ein neben- statt miteinander.

…wird automatisierte Vertragsgestaltung und -management von unterschiedlichen Dienstleistern zum Festpreis angeboten, während heute verfügbare Tech-Lösungen vom Markt verschwunden sind.

In den nächsten Jahren wird sich eine neue Ordnung am Anbietermarkt entwickeln. Einigen wenigen wird es gelingen eine Infrastruktur zu entwickeln, die den teils sogar globalen Anforderungen der Kanzleien und Rechtsabteilungen entspricht. Andere werden am Kapitalmangel scheitern, weil die Kapitalgeber*innen ausbleiben.

Die entscheidenden Erfolgsfaktoren im Jahr 2030 werden die Integrationsfähigkeit in bestehenden Softwaresystemen, rechtssicheres Handling, Lernfähigkeit und internationale Reichweite sein.

Die Legal Tech Club Redaktion bereitet regelmäßig interessante Beiträge zu den Themen Legal Tech und Digitalisierung vor, damit Sie vorne mit dabei sind!